Krause Glucke – aus dem Glas

Krause Glucke - aus dem Glas
© Foto Tanja Major

 

Eingelegte Krause Glucke

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Zutaten für 4 Einweggläser ca. 250ml

ca. 1 kg Krause Glucke

¼ L milder Weißwein Essig
1/2 TL Meersalz
8 Pfefferkörner
4 frische Lorbeerblätter
4 Zweige Dost
20 Walnusskerne grob gehackt
4 EL Walnußöl 

Zubereitung

Zum Einlegen der Pilze, die Gläser sterilisieren.
Krause Glucke in kleine Stücke zerteilen und mit einem Pinsel sorgfältig säubern.

Essig, 1/4 L Wasser, Gewürze und Kräuter ca. 5 Minuten kochen lassen. Die Pilze in dem Sud einmal aufkochen lassen. Und kochend heiß mit den Walnüssen in die Einweggläser füllen und mit der kochenden Flüssigkeit übergießen. Mit etwas Walnußöl bedecken und sofort verschließen.

Bei Zimmertemperatur auskühlen lassen.

Die Krause Glucke wird auch als „Fette Henne“ bezeichnet

und vom Aussehen erinnert sie an einen Blumenkohl oder einen Badeschwamm.  Sie hat nur wenige Verwechslungspartner, die sich sowohl optisch als auch vom Geruch her deutlich unterscheiden, und keiner  von denen enthält akut tödliche Gifte.

Darunter die breitblätterige Glucke,

wäre wohl der nächste aber ebenfalls essbare Verwechslungspartner.
Diese riecht jedoch nicht ansatzweise so gut wie die Krause Glucke und ist wie der Name schon sagt optisch als breitblättrige Sorte auch leicht zu unterschieden.
Zudem wächst sie im Vergleich zur Fetten Henne an Laubbäumen sowie Tannen, statt an Fichten und vor allem Kiefern. Die fette Henne ist ein Parasit, der sich von den Bäumen, insbesondere in deren Stumpfbereich ernährt.
Für manche Menschen ist angeblich die breitblättrige Glucke wenig bekömmlich und kann Verdauungsschwierigkeiten hervorrufen.
Noch extremer unterscheiden sich verschiedenen „Korallen“ Pilzarten von der Krausen Glucke. Diese sind wiederum teilweise giftig oder absolut ungenießbar.

Die krause Glucke macht viel Arbeit in der Küche. Denn während sie zu ihrer respektablen Größe heranwächst, sammeln sich zwischen ihren Blättern Laub, Nadeln, Borkenstücke usw. Und natürlich krabbeln auch etliche Insekten aus dem Pilz, die den Pilz bewohnten und sich nun in ihrer Ruhe gestört fühlen. Das bedeutet letztendlich, dass der Pilz Röschen für Röschen zerlegt und gereinigt wird, das kann bei einer großen Glucke seine Zeit dauern.

5 comments
  1. Krause Glucke haben wir früher immer mit meinem Papa beim Pilzesammeln gefunden. Aber so interessant haben wir die nicht zubereitet. Das hier klingt sehr verlockend.

  2. Das hört sich sehr lecker an und wird sofort mal ausprobiert mit der Riesenglucke, die wir gestern gefunden haben.
    Wie lange sind denn die Gläschen so haltbar? Müssen die gekühlt werden oder einfach nur kühl und dunkel stehen?

    1. Wenn Sie richtig heiss eingemacht ist und gut verschlossen, kann man Sie im Keller bis zu einem Jahr lagern.
      Zum Servieren empfiehlt es sich, die Glucke im Sud zu erwärmen, das passt zu Wild, Kartoffeln, Salate…

      1. Danke für den Tipp!
        Ich freue mich schon darauf, weitere Deiner tollen Rezepte auszuprobieren.

        1. Gerne! Ich mache oft eine Pastasauce mit Glucke und Tomate oder trockne Sie im Dörrgerät für den Winter.

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