Spitzmorchel- Suppe & Brötchen

Bärlauch Allium ursinum & Spitzmorchel Morchella elata

Der Bärlauch der Star unter den früh sprießenden Wildpflanzen

ist sicher Bärlauch und das nicht nur wegen seiner schönen weißen Blüten, sondern vor allem wegen seines Duftes nach Knoblauch. Oft sprießen die schmackhaften Blätter bereits Anfang März aus dem Boden. Man findet ihn vor allem in lichten Wäldern, an Waldrändern und an Waldbächen. Seine nach Knoblauch riechenden Blätter kann man frisch als Gewürz verwenden, als Salatbeigabe essen oder wie Spinat zubereiten. Neben ätherischen Ölen enthält er Schleimstoffe, sowie viele Mineralstoffe und Vitamin-C.

Die Spitzmorchel Morchella conica var.deliciosa ist ein sehr guter Speisepilz, ist roh giftig! Deshalb Morcheln immer gut durchgaren!

Spitzmorcheln, Morchella conica ( köstliche Morchel) oder Morchella elata (hohe Morchel) wachsen an Orten, wie in Wäldern (oft bei Holzlagerplätzen), oft auch in Gärten oder in Parkanlagen, gerne auf kalkreichen, ungedüngten Wiesen. Eine Besonderheit ist das teils massenweise, aber oft nur einmalige Auftauchen auf frisch ausgebrachtem Rindenmulch.
In neuerer Zeit wurden Unverträglichkeiten beim Verzehr von Morcheln gemeldet, das sogenannte Morchella-Syndrom. In diesen Fällen wurden große Mengen meist frischer Morcheln gegessen. Symptome sind u.a. Schwindel, Zittern und Gleichgewichtsprobleme die nach einiger Zeit wieder verschwinden.

Durch vorheriges Trocknen der Morcheln werden diese geschmacksvoller!

Alle Pilzsammler sollten beim Verzehr einer neuen Art an folgende Regel denken

zunächst nur kleine Mengen einer neuen Pilzart probieren um sicher zu sein dass man diese auch verträgt. Niemals gleich beim ersten Mal große Mengen zu sich nehmen, denn es kann auch bei ausgezeichneten Speisepilzen zu individuellen Unverträglichkeiten kommen.

Gemäß Naturschutzgesetz in Deutschland dürfen Morcheln nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden.

Dicke Kartoffelsuppe
Morchel Scheiben
Dicke Kartoffelsuppe

Dicke Kartoffelsuppe

Zutaten für 4 Personen:
1 Zwiebel
400 g mehlige Kartoffeln
1 Stück Sellerie ( 200g)
1 Stück Ingwer (2 cm)
2-3 EL Olivenöl
1 kleine Stange Porree (200g)
1L Gemüsebrühe
Bergsalz
Muskatnuss, Kreuzkümmel, frisch gemahlener Pfeffer
8 oder mehr Spitzmorcheln oder andere Pilze
handvoll Bärlauchblätter oder Ahornblüten

 

 

Die Zwiebel, Kartoffel und Sellerie schälen. Lauch putzen, längs aufschneiden und unter fließendem Wasser waschen.
Das Gemüse und den Ingwer in feine Würfel schneiden. 1 EL Olivenöl erhitzen und Zwiebel glasig dünsten, Lauch, Sellerie und Kartoffeln mit Brühe und Gewürzen zugeben und 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Morcheln putzen, in Scheiben schneiden in einer Pfanne unter Zugabe von wenig Öl knusprig braten und würzen mit Salz und Pfeffer. Kräuter waschen und eventuell klein schneiden.
Wer möchte kann die Suppe etwas pürieren, abschmecken. Mit den Morcheln und dem fein geschnittenem Bärlauch oder Ahornblüten garnieren.

Wer den Knoblauchgeschmack nicht mag,  kann die Ahornblüten nehmen, die schmecken etwas herb und süsslich!

Morchel - Brötchen

Zutaten:

500g Weizenmehl Typ 550
1/2 Würfel Hefe
2 TL Salz
350g lauwarmes Wasser

1handvoll Bärlauch
6-8 frische oder eingeweicht Morcheln ( das Einweichwasser könnt Ihr auch für den Teig verwenden)
Maismehl fürs Blech

 

 

 

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben, solange kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.  Den Teig zugedeckt über Nacht gehen lassen. Im Sommer im Kühlschrank!
Die gewaschene Bärlauch-Blätter grob schneiden, Morcheln putzen und in Scheiben schneiden. Beides unter den Teig heben und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 250 °C vorheizen.
Mit einem bemehlten Löffel Häufchen abstechen und auf das bemehlte Blech setzen.
Die Brötchen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Morchel Brötchen

Alternative wenn Ihr keine Hefe habt und es schnell gehen soll!

Grüne Bärlauch Brötchen

Zutaten:
1handvoll Bärlauch
¼ l Milch
500g Weizenmehl Typ 550
1/2 P. Backpulver
½ TL Salz
100 g weiche Butter
6-8 frische Morcheln gehackt

 

 

 

Den Backofen auf 250 °C vorheizen.

Gewaschene Blätter grob schneiden, mit der Hälfte der Milch pürieren und mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel geben, kneten und gleichzeitig die restliche Milch nach und nach zugeben. Solange kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.
Teig zu einer Rolle formen und 12 gleich große Teile schneiden. Die Teigstücke zu runden kleinen Laiben formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Die Brötchen mittig mit einem Messer über Kreuz eindrücken bzw. einschneiden.
Die Brötchen auf der mittleren Stufe ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Auch im eigenen Garten

auf frischem Rindenmulch kann man sie finden. Die Gemeinsamkeit dieser Standorte ist das Fehlen von Konkurrenten. Morcheln nutzen freie Nährstoffe und Licht, wachsen sehr schnell und besiedeln gestörte Flächen neu. Dazu kann ich euch dieses Buch *empfehlen!

Fazination Morchel von Heinz Gerber
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