Birkenporling Tee

Der Heil- und Vitalpilz Fomitopsis betulina

Auf alten und schwachen Birken ist häufig der Birkenporling (Fomitopsis betulina) zu finden. Dieser Baumpilz ist für die Zersetzung der alten Bäume verantwortlich.

Der Birkenporling ist einer der am längsten genutzten Heil- und Vitalpilze überhaupt.

Er wurde wissenschaftlich sehr ausgiebig untersucht, insbesondere als man ihn sogar bei der Tausende Jahre alten Gletschermumie „Ötzi“ fand.  An einer Schnur hatte er den Birkenporling, Zunder und den Chaga besfestigt. Ötzi benutzte den Birkenporling wahrscheinlich als Wundpflaster, da er blutstillende Eigenschaften hat.
Dazu muss man lediglich eine frische Scheibe vom Pilz abschneiden und auf die Wunde legen oder wickeln. Durch die antioxidative Wirkung, wurde er früher auch zur Verwendung als Messerscheide gerne genützt.

Birkenporling stärkt das Immunsystem

Außerdem soll der Birkenporling bei der Bekämpfung von Darmparasiten und als Antiwurmmittel helfen. Er enthält reichlich Polyporensäure, die antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend wirkt. Weitere Wirkstoffe wie Hydrochinon, Indolalkaloide, Betulinsäure, Vitamine wie B,C und E, Mineralstoffe wie Eisen,Phospor,  Kupfer, Selen, Kalium, Antioxidantien, Terpene, Agaricinsäure und Piptamin sind für die gesundheitliche Wirkung des Pilzes verantwortlich. Dadurch lindert er alle Arten von Magen- und Darmerkrankungen.

Wer möchte, kann ein rohes kleines Pilz-Stückchen als schnelle Erste Hilfe im Mund zerkauen und schlucken.

Einige Pilzfreunde verwenden ihn auch sparsam für Suppenfonds (wie asiatische Fischsuppe mit süsser Sojasauce), Saucen und Eintöpfe, und ich konnte sogar ein Rezept für einen Wrap entdecken.  Der Tee wird auch als Brühe zum Aufgiessen von Schmorgerichten verwendet.

Beim Sammeln sollten Sie darauf achten, dass die Porlinge an der Unterseite/Porenseite schön weiß sind und nicht schimmlig.

Der Birkenporling ist an stehenden oder liegenden Stämmen zu finden. Die jungen Exemplare sind saftig weich und essbar, mit einem sehr säuerlichen und bitteren Geschmack.
Wer bereits eine gesunde Ernährung verfolgt und ab und an auch Wildkräuter darin integriert, für den sind diese Bitterstoffe meist geschmacklich nicht so dramatisch.

Mit zunehmendem Alter wird der Pilz sehr zäh und korkartig und eignet sich nicht mehr zum Verzehr.

Allerdings kann dann mit ihm Papier hergestellt werden. Dazu könnt ihr bei meinem Artikel über Papierschöpfen nachlesen oder bei einem Kurs teilnehmen.

Am besten lagert ihr die raschel-getrockneten in Scheiben geschnittenen Pilzstücke, die ihr auch zu Pulver vermahlen könnt (z.B. in einer Kaffeemühle), in einem Glas an einem dunklen Ort. So hält sich der Birkenporling jahrelang.

Birkenporling
Birkenporling Tee

Birkenporling-Tee

Zutaten:

ca. 1 EL Birkenporling (frisch oder getrocknet)
1 l Wasser
Honig oder Agavensirup
Zitrone

 

 

Den Birkenporling evtl. säubern, kleinschneiden und für ca. 10-20 Minuten im Wasser kochen.
Mit Honig oder Agavensirup süßen. Ich trinke den Tee gerne mit Zitrone.
Auch wenn man sich an den Geschmack erst gewöhnen muss, ist der Tee ein hervorragender Durstlöscher und kann warm oder im Sommer gekühlt mit Eiswürfel getrunken werden.

Ihr könnt den Birkenporling auch ein zweitesmal auskochen!

Birkenporling Tee

Herstellung einer Birkenporling - Tinktur

Um eine Tinktur herzustellen gibt man 20g getrocknetes Birkenporlingpulver oder Stücke in ein Glasgefäss und übergießt dieses mit 150ml mind. 40 - 50%igem Biobrand (auch hochprozentiger Wodka oder Obstbrand ist verwendbar).

Diese Mischung minimum eine Woche an einem dunklen und kühlen Ort stellen.

Danach ist die Tinktur fertig. Die Flüssigkeit wird nun abgefiltert und in eine braune Tropfflasche umgefüllt. Von dieser Tinktur gibt man 3 – 5 Tropfen in ein Glas Wasser und trinkt täglich 3 Gläser.

1 comment
  1. super Artikel, vielen Dank.

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